00:00:00: Viele Menschen sind der Überzeugung, dass es beim Rauchen aufhören gar nicht um die körperliche Abhängigkeit vom Nikotin geht sondern viel mehr um die Gewohnheit.
00:00:13: Sie sagen das der Mensch ein Gewohnheitstier ist und das ihm deshalb so schwer fällt von der Gewohnkeit Rauchen wegzukommen.
00:00:22: Ob das wirklich so ist oder ob man hier was verwechselt, das will ich mir mit dir in dieser Podcastfolge angucken.
00:00:54: Bachelorpsychologen.
00:00:56: In meinem Online-Kurs helfe ich Menschen dabei, so mit dem Rauchen aufzuhören, dass es sich machbar anfühlt und das ist ein Rauchstopp ohne Kämpfen, Leiden oder
00:01:07: Durchhaltenes.".
00:01:09: Und wir starten wie immer mit dem Feedback des Tages.
00:01:14: Liebe Isabelle!
00:01:15: Mein Training und mein Entschluss endlich vom Nikotin loszukommen ist jetzt ziemlich genau neun Jahre her.
00:01:22: Ich habe seit meinem vierzehnten Lebensjahr geraucht, also stolze – in Anführungszeichen – für rund dreißig Jahre lang.
00:01:30: Am Ende zwei bis drei Schachteln am Tag.
00:01:33: Auch eine schwere Lungen-OP konnte mich nicht davon abhalten noch im Krankenhaus wieder mit dem Rauchen anzufangen.
00:01:39: Ich bin seit deinem Seminar rauchfrei und fühle mich dabei blendend.
00:01:43: Die Verknüpfung habe ich schnell gelöst und auch der Gedanke ans Rauchen ging ziemlich schnell
00:01:48: weg.".
00:01:49: Ich habe unwahrscheinlich viele wertvolle Hilfen mitgenommen.
00:01:52: Ich danke dir herzlich für die sehr gute Veranstaltung, die vielen Anregungen und die tolle Hilfe!
00:02:08: Heute geht es ja um das Thema Gewohnheiten und ganz viele Menschen denken, dass der Mensch halt ein Gewohnheitstier ist.
00:02:16: Und das ist deswegen so schwer mit dem Rauchen aufzuhören!
00:02:21: Um das zu überprüfen möchte ich jetzt mit dir mal einen Gedankenexperiment machen.
00:02:27: Stell dir vor du hast jahrelang Neurodermitis Nicht so eine schwere Form, sagen wir mal.
00:02:36: Du hast es irgendwie im Griff aber ist nervt.
00:02:40: Es ist mal schlechter Mal besser.
00:02:42: du hast irgendeine bestimmte cremen die du benutzt.
00:02:46: Die hilft so einigermaßen Aber wenn du ne schlechtere phase hast dann musst du schon so lang ärmliche t-shirts und plover tragen.
00:02:55: Das ist dir vielleicht auch ein bisschen unangenehm Wenn andere das sehen.
00:02:59: also du bist schon seit Jahren mit der Neurodermitis beschäftigt.
00:03:03: Und jetzt stell dir vor, jemand erfindet eine Creme gegen Neurodamitis und die Neurodemitis ist dann ein für alle Mal weg!
00:03:14: Du hast diese neue Creme jetzt also benutzt und du hast tatsächlich keine Neuro-Dermitis mehr – das wird dann wahrscheinlich eine totale Erleichterung sein.
00:03:26: Versuch mal dich da wirklich rein zu versetzen.
00:03:29: Die Neurodermitis, mit der du dich seit Jahren rumgeschlagen hast ist weg.
00:03:34: Du brauchst jetzt keine Hilfsmittel mehr, du brauchst keine langärmlichen Pullover im Frühling oder im Sommer anzuziehen – du bist jetzt frei!
00:03:45: Natürlich wird es am Anfang wahrscheinlich noch so sein dass du alte Gewohnheiten noch ausführen willst.
00:03:55: also das kann sein aus der Gewohnheit heraus in Richtung der Creme greifst, die du früher benutzt hast und dann merkst da steht nichts mehr.
00:04:08: Und dann fällt dir ein ach ja ich habe keine Neurodämitis mehr!
00:04:12: Ich muss gar keine Creme mehr drauf machen.
00:04:15: Wenn dir das so richtig bewusst wird, dann würde dich wahrscheinlich eine Welle des Glücks überschwemmen.
00:04:22: Wenn wir uns unser Gedankenexperiment genauer anschauen sehen Auch hier gab es eine Gewohnheit.
00:04:31: Wenn jemand jahrelang mit einer bestimmten Krankheit rumläuft, dann hat er sich irgendwann auch an diese Krankheit gewöhnt – das heißt jetzt nicht dass er sie toll findet oder dass er's mag und nichts mehr ausmacht die Krankheit zu haben.
00:04:47: aber es ist eine bestimmte Gewohnkeit eingetreten umzugehen.
00:04:54: immer stimmen würde, dass Menschen Gewohnheitstiere sind und es für sie schwer ist, alte Gewohnheiten aufzugeben oder neue Gewohnigkeiten einzuschleifen.
00:05:05: Dann müsste das also auch in diesem Fall gelten!
00:05:10: Dann müsste es so sein, dass unser Mensch hier im Beispiel der Neurodermitis hinterher trauert und sich nicht daran gewöhnen kann jetzt keine Neuro-Dermitis zu haben – und das ist natürlich totaler Quatsch.
00:05:24: In dem Moment, wo er diese Krankheit los ist, ist der einfach heilfroh und erleichtert.
00:05:31: Und auch wenn er wie in unserem Beispiel noch ab und zu nach der alten Creme greifen will und merkt da is keine mehr macht ihm das keine Probleme sondern er freut sich in dem Moment nur.
00:05:46: Anderes Beispiel Stell dir vor du kaufst ja ein neues besseres schöneres Auto.
00:05:54: Bisher hattest du immer Kupplungswagen und jetzt schaffst du dir ein Automatikwagen an.
00:06:02: Auch hier wieder, wenn es stimmen würde dass der Mensch so ein Gewohnheitstier ist das er keine Gewohnheit einfach so ablegen kann, dann würdest du jetzt ganz lange damit zu tun haben dass du keinen Kupplungswagen mehr fährst.
00:06:18: Du würdest dem Kuppelungswagen hinterher trauern und du würdest irgendwann sagen ich gebe den Automatikwagen wieder ab und kaufe mir wieder ein
00:06:27: Kupplungswagen.".
00:06:28: Wahrscheinlich wird das nicht der Fall sein aber es gibt natürlich auch andere Beispiele.
00:06:35: stellen wir uns vor jemand muss oder will abnehmen.
00:06:40: Vielleicht hast du ja die Erfahrung selber schon gemacht, dass das ziemlich anstrengend sein kann und dass es sich schon dann so anfühlt als sei man ein Gewohnheitstier und als wollte man auf seine alten Gewohnheiten nicht verzichten?
00:06:57: Und gleichzeitig gibt es auch Menschen, die nehmen ab – und haben sogar Spaß dabei!
00:07:04: Und jetzt ist natürlich die Frage was der Unterschied?
00:07:08: Warum haben wir manchmal Spaß dabei, uns zu verändern und warum fühlt es sich manchmal so schwer an?
00:07:17: Die Antwort ist Es steht und fällt mit der Einstellung.
00:07:23: Wenn meine Einstellung zum alten Verhalten positiv ist – nehmen wir nochmal das Abnehmenbeispiel.
00:07:32: Also, wenn ich gerne Süßigkeiten esse und Knabberzeug wie Chips.
00:07:37: Wenn ich gerne fettig esse Fast Food Fettige deftige Hausmannskost dann ist meine Einstellung zu dem Verhalten was sich aktuell als Gewohnheit in meinem Leben etabliert habe positiv.
00:07:55: Wenn Ich mit dem neuen Verhalten also dem, was nötig ist um abzunehmen etwas Negatives verbinde.
00:08:05: So nach dem Motto Wenn ich abnehmen will dann darf ich nichts mehr essen was mir schmeckt Dann muss sich verzichten, dann is mein Leben nicht mehr so schön wie vorher dann es ist nicht mehr ein Genuss.
00:08:17: wenn meine Einstellung zum neuen Verhalten so ist und ich das alte Verhalten gut finde dann brauche ich unfassbar viel Willenskraft um das neue Verhalten dennoch umzusetzen und durchzuziehen.
00:08:34: Und das wird dann sehr, sehr anstrengend!
00:08:38: Wenn ich aus welchen Gründen auch immer total Lust habe mein Verhalten umzustellen und abzunehmen – zum Beispiel weil ich gute Vorbilder habe, weil ich irgendjemanden habe auf Instagram meine Dwegen nämlich total inspiriert sogar in der Gruppe von Menschen abnehme, die alle dasselbe Ziel haben und die total motiviert sind.
00:09:04: Und wenn ich vielleicht normale Süßigkeiten gar nicht mehr so attraktiv finde weil ich viele leckere gesunde Rezepte entdeckt habe für mich dann kann abnehmen plötzlich vielleicht sogar Spaß machen.
00:09:20: Es kommt also auf die Einstellung drauf an Und das ist auch beim Rauchenaufhören der Fall.
00:09:27: Wenn es Menschen schwer fällt, mit dem Rauchen aufzuhören, dann liegt das meistens daran, dass sie die Zigarette auf irgendeine Art und Weise auf einen Thron gestellt haben.
00:09:40: Und das Gefühl haben – Das ist meine beste Freundin!
00:09:44: Die begleitet mich überall hin.
00:09:47: Die hilft mir, mit stressigen Dingen umzugehen.
00:09:51: Die helft mir, dass sich gemütlich anfühlt in bestimmten Situationen Die hilft mir, mich zu entspannen.
00:09:59: Das ist meine Belohnung ... Wenn Menschen diese Einstellung haben und gleichzeitig denken, wenn ich nicht mehr rauche, dann wird mir etwas fehlen.
00:10:11: Dann ist mein Leben nicht so schön wie vorher.
00:10:13: Dann kann ich schöne Situationen gar nicht mehr richtig genießen.
00:10:17: Ich kann meine Freunde nicht mehr treffen, weil die rauchen ja und würden mich ans Rauchen erinnern.
00:10:24: Wenn ich mit dieser Einstellung starte Dann muss es schwer werden und dann muss ich das Gefühl entwickeln, dass ich einfach ein Gewohnheitstier bin und mich nicht verändern kann.
00:10:36: Und dabei bin ich vielleicht gerade umgezogen und habe ganz viele Gewohnheiten verändert ohne dass es mir schwer gefallen ist oder auch nur groß aufgefallen
00:10:47: wäre.".
00:10:49: Also, wenn du mit dem Rauchen aufhören möchtest und wenn du möchtst das es sich gut anfühlt dann sorge dafür dass du die richtige Einstellung zum Rauchstopp hast.
00:11:00: Dass du die Zigarette entzauberst und dass du das nicht rauchen als etwas erstrebenswertes empfindest.
00:11:10: Und dann wirst auch du es schaffen die Gewohnheit aufzulösen!
00:11:14: Ich wünsch dir dabei ganz viel Erfolg deine Isabelle.